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Mentaltraining

Hyrox im Selbstversuch

6 Min Lesezeit April 2026 FIVE MOVES®

Vor sechs Monaten konnte ich keine Stunde Hyrox durchstehen. Wall Balls waren die Hölle. Heute komme ich durch. Und kann zwischendurch sogar reden. Was dazwischen lag, schreibe ich aus erster Hand.

Ich habe Hyrox angefangen wie viele: mit Begeisterung und einer guten Portion Naivität. Acht funktionelle Stationen. Acht Kilometer Laufen. Eine Stunde Vollgas. Wie schwer kann das schon sein.

Antwort: sehr.

Die ersten Wochen

Die ersten Trainings habe ich nicht überstanden. Ich kam nicht durch eine Stunde. Die Atmung wurde flach, der Brustkorb eng, der Kopf laut. Wall Balls waren der Punkt, an dem ich am liebsten aufgehört hätte. Nicht weil ich technisch schlecht war. Sondern weil ich nach drei Würfen schon wusste: das geht so nicht weiter.

Wer Hyrox macht, kennt diesen Moment. Du bist nicht müde. Du bist überrollt. Etwas in dir hat dichtgemacht und dein Wille kann dagegen anschreien so viel er will.

Der Punkt, an dem ich mir selbst zugehört habe

Irgendwann habe ich gemacht, was ich seit Jahren mit Mover:innen mache: ich habe meinem Körper zugehört. Nicht meinem Kopf. Mein Kopf hatte nur eine Idee. Mehr Training. Härter. Disziplinierter. Mein Körper hatte eine andere Idee.

Ich habe FIVE MOVES auf mich selbst angewendet. Selbstversuch. Eine Methode, die ich entwickelt habe, jetzt zum ersten Mal nicht für jemand anderen, sondern für mich.

Mein Kopf hatte eine Idee. Mehr Training. Mein Körper hatte eine andere.

Was ich gefunden habe

Die Details einer privaten Session bleiben privat. Aber das Wesentliche: meine Bremse hatte nichts mit Kondition zu tun. Sie hatte mit etwas zu tun, das viel älter war als Hyrox. Es war im Körper gespeichert, lange bevor ich die erste Wall Ball gesehen habe.

Genau das passiert bei Athlet:innen, die zu uns kommen. Sie denken, sie haben ein Trainingsproblem. Tatsächlich haben sie ein Speicher-Problem. Der Körper trägt etwas, das im Belastungs-Moment hochkommt und alles dichtmacht. Die Lunge wird klein. Die Hüfte zieht sich zu. Der Kopf wird laut. Du nennst es Erschöpfung. Es ist etwas anderes.

20 Tage

Resultate kamen nach etwa 20 Tagen. Nicht über Nacht. Nicht durch ein Wunder. Durch die Verankerung mit der App, die täglichen kleinen Mikro-Momente, die das neue Muster im Nervensystem festigen. Jeden Tag drei bis fünf Minuten. Nicht mehr.

Der Unterschied war nicht, dass Hyrox plötzlich leicht wurde. Hyrox ist nicht leicht. Der Unterschied war, dass die innere Bremse weg war. Was mich vorher rausgenommen hat, hat mich nicht mehr rausgenommen.

Was im Körper passiert

Unter Belastung schaltet das Nervensystem in einen Schutzmodus. Wenn dort eine alte Speicherung sitzt, geht der Schutz früher und stärker hoch als nötig. Du erlebst es als Kondition. Es ist Selbstregulation. Wenn die Speicherung transformiert ist, reagiert das System anders. Mehr Spielraum. Mehr Luft. Mehr Zugang zu dem, was du eigentlich kannst.

Heute

Ich stehe die Stunde mittlerweile recht gut durch. Ich finde es ein verdammt gutes Workout. Und manchmal, wenn die Uhr läuft, der Schweiss tropft, die Wall Balls kommen, kann ich zwischendurch mit den anderen Teilnehmenden reden. Das heisst: ich habe überschüssige Luft.

Das klingt nach einem Mini-Detail. Es ist es nicht. Es ist der Moment, in dem du merkst: das System hat sich verändert. Nicht der Wille. Nicht die Routine. Das System.

Was das für Athlet:innen heisst

Wenn du im Training oder Wettkampf an einen Punkt kommst, an dem du nicht weisst, warum es gerade einbricht, dann ist es vielleicht nicht dein Training. Vielleicht ist es das, was dein Körper unter der Belastung hochbringt.

Dein Körper kennt die Stelle. Er hat sie immer gekannt. Eine Session reicht in den meisten Fällen, um sie zu finden und zu lösen. 40 Tage App reichen, um sie zu verankern. Den Rest macht dein Training.

Ich kann das jetzt aus erster Hand sagen. Nicht als Founder, der eine Methode verkauft. Als jemand, der nach drei Wall Balls am liebsten aufgehört hätte. Und der heute zwischendurch reden kann.

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